Entschleunigung. So ein neumodischer Begriff. Für mich bedeutet er: sich einfach mal Zeit für sich nehmen. Tun, was man tun möchte. Ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.
Aber meistens habe ich dann doch eins. Wieso eigentlich?
Wir leben in einer hektischen und schnellen Welt, alles muss sofort passieren, am besten gestern. Wer zwischendurch mal eine Pause macht, mal durchatmet, sich mal auf sich selbst konzentriert, gilt als schwach. Höher, schneller, weiter. Das ist das Motto.
Bachelor in Regelstudienzeit, direkt der Master hinterher, zwischendurch Praktika, Nebenjobs und bitte alles mit Bestleistung - sonst wirst du nie einen Job kriegen. Niemals! Das Gefühl bekommt man als Student vermittelt.
Aber wo bleibt denn die Zeit für mich? Darf ich mir nicht mal Zeit für mich gönnen, einen schönen Film sehen, ein gutes Buch lesen, einfach mal faulenzen? Muss ich denn immer unter Strom stehen?
Ich hab für mich entschieden, mir einfach mal die Zeit zu nehmen. Natürlich habe ich in meinem Studium ein riesiges Arbeitspensum und auch in meinem Musikverein habe ich zig Aufgaben, um die ich mich kümmere. Viel Freizeit bleibt also nicht. Doch die Freizeit, die ich habe, werde ich mir jetzt nicht mehr durch andere vermiesen lassen. Solange meine Noten gut sind und ich all meine Aufgaben erledigt bekomme, brauche ich mich doch wirklich nicht stressen.
Und ihr auch nicht. Nehmt euch mal Zeit für, tut etwas, das euch glücklich macht! Denn zu viel Stress bringt nicht nur schlechte Laune mit sich, sondern schlägt auch auf die Gesundheit.
Das bekomme ich regelmäßig in Klausurphasen zu spüren. Wegen des vielen Stresses habe ich schnell eine fiese Erkältung. Weil ich dann aber immer denke, ich müsste noch mehr lernen, noch mehr lesen, noch mehr tun, wird es immer schlimmer und irgendwann liege ich dann komplett flach.
Mein Fazit also: Sich Zeit nehmen und auch mal an sich selbst denken!


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